Tibet Dogge im Freien

Tibetdogge Welpen

aufmerksame Beschützer


Er sieht aus wie ein gemütlicher großer Teddybär, der mit etwas gelangweiltem Blick sein Umfeld beobachtet. Aber hinter der ruhig wirkenden Tibetdogge verbirgt sich eine faszinierende Kombination verschiedener Wesenszüge, die diesen Hund zu einem liebenswerten Vierbeiner machen. Auch als Do Khyi oder Tibetmastiff bekannt, gehören diese Hunde zu einer der ältesten Rassen des Ostens.

Daneben ist es auch die teuerste Rasse der Welt. Der Rüde Hong Dong lebt in China und wurde von seinem Besitzer für umgerechnet 1,1 Millionen Euro gekauft.

Hier erfährst du, was die Tibetdogge ausmacht und was du bei ihr beachten musst.

Steckbrief: Tibetdogge

Ursprungsland: Tibet (China), Himalaya
FCI-Gruppe: 2 - Pinscher und Schnauzer - Molosser - Schweizer Sennenhunde, Sektion 2: Molossoide, 2.2: Berghunde
Größe (Widerristhöhe): Rüden: 66 bis 71 cm, Hündinnen: 61 bis 68 cm
Gewicht: Rüden: 64 bis 78 kg, Hündinnen: 34 bis 59 kg
Alter: 10 bis 13 Jahre
Verwendung: Begleit-, Hüte- und Schutzhund, Therapiehund
Für Wohnung geeignet: nein
Fellpflege: leicht
Lässt sich einfach erziehen: nein
Kommt gut mit anderen Hunden zurecht: ja
Braucht viel körperliche Betätigung: mäßig
Als Wachhund geeignet:
ja, unbedingt

Tibetdogge Welpen kaufen – der Preis

Der Preis für einen Rassewelpen ist immer recht hoch. Bei der Tibetdogge liegt dieser aber nochmal deutlich über dem von anderen Rassen. Zwischen 1.300 € und 1.500 € musst du für den Kauf deines Do Khyi Welpen einplanen. Infos über den Kaufpreis erteilen dir Züchter manchmal auch auf ihren Webseiten.

Beim Kauf deines Welpen solltest du darauf achten, einen seriösen Züchter auszuwählen, der seine Tiere nur geimpft und entwurmt abgibt. Ihm liegen die Welpen am Herzen, er wird sie also nicht blind an jeden verkaufen, sondern dir viele Fragen zu deiner Erfahrung und deinem Lebensumfeld stellen. Mit dem Kauf deines Welpen erhältst du auch ein Stammbuch.

Da die Hündinnen der Tibetdogge nur einmal im Jahr läufig sind, kann es mitunter zu langen Wartezeit kommen. Aber das steigerst nur die Vorfreude auf deinen kleinen Vierbeiner. Infos über anstehende Würfe findest du bei den Züchtern.

Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:

  • Welpenfutter (am besten den Züchter fragen, welches Futter der Hund gewöhnt ist)
  • Snacks
  • Bett und Hundedecken
  • Leine und Halsband oder ein Geschirr
  • Futter- und Wassernapf
  • Spielzeug
  • eine Transportbox für den Tierarzt
  • Notfallapotheke
  • Bürste

Tibetdogge Welpen – Herkunft und Geschichte

Der ausgeprägte Charakter der Tibetdogge ist eng mit ihrer Geschichte verbunden.

Bereits vor 3000 Jahren diente sie Wanderhirten im Himalaya als Schutzhund für deren Viehherden und tibetischen Mönchen als Wachhund für die Klöster. Darstellungen auf Malereien und die Einbindung in das „Rad des Lebens“ zeigen, welchen besonderen Platz das Tier damals im Leben der Menschen hatte. In Tibet erfährt dieser Hund bis heute große Wertschätzung.

Aufgrund der Lage seiner Heimat war die Tibetdogge für Jahrtausende isoliert.

In Europa wurde die Rasse erstmals 1271 in einer Schrift Marco Polos erwähnt. Daraufhin beschäftigten sich europäische Kynologen mit dieser Rasse und stellten eine Verbindung zwischen Dogge und Mastiff her, was den Tieren ihren heutigen Namen einbrachte. Diese Verbindung wurde mittlerweile aber durch DNA-Analysen widerlegt. Dabei wurde deutlich, dass es sich bei dem Do Khyi um eine bedeutend ursprünglichere Rasse handelt.

Erste nachweislich importiere Do Khyi nach Europa waren ein Geschenk des Vizekönigs von Indien an Queen Victoria im Jahr 1847. Etwa drei Jahrzehnte später wurden durch Edward VII, damals noch Prince of Wales, zwei weitere Tiere nach England gebracht.

1931 wurde der erste Tibetan Mastiff Club gegründet. Der zweite Weltkrieg führte jedoch dazu, dass die ersten Zuchtversuche mit diesen eindrucksvollen Tieren unterbrochen wurden.

In den 70er Jahren importierten europäische und amerikanische Züchter gezielt Tiere aus Nepal, um eigene Zuchtstätten aufzubauen.

Wesen und Charakterzüge

Die Tibetdogge vereint viele gegensätzliche Charakterzüge in sich, was sie zu einem faszinierenden, aber auch schwierig zu handhabenden Hund macht. Sie zeichnet sich durch ihr ruhiges und souveränes Auftreten aus, ist aber gleichzeitig höchst wachsam. Nach einer gelungenen Sozialisierung der Welpen ist der Do Khyi seiner Familie gegenüber sehr treu, kinderlieb und versteht sich auch mit anderen Haustieren, die er zu seiner Familie zählt. Diese Rasse ist überaus intelligent, selbstbewusst und eigenwillig. Fremden gegenüber verhält er sich immer distanziert.

Aufgrund seiner Kraft und seines Gewichtes sollte man diesen Hund nicht mit kleineren Kindern allein lassen, auch wenn er noch so kinderlieb ist.

Der Beschützerinstinkt der Tibetdogge muss hier besondere Aufmerksamkeit bekommen. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn andere Kinder zu Besuch kommen und es beim Spielen etwas wilder zugeht. Dann kann der Hund das Gefühl bekommen, die Kinder seiner Familie beschützen zu müssen.

Tibetdogge Welpen – die Erziehung

Durch das eigenwillige und unabhängige Wesen der Tiere ist eine konsequente und liebevolle Erziehung nötig. Die Hunde hinterfragen Erziehungsübungen und überhören Befehle, wenn sie der Meinung sind, sie müssten etwas beschützen. Daher ist die Tibetdogge nur für erfahrene Hundehalter mit viel Einfühlungsvermögen und Hundeverstand geeignet. Eine gute Sozialisierung der Welpen erleichtert den Umgang mit den erwachsenen Tieren.

Für Hundesport ist der Do Khyi eher ungeeignet, da er lieber selbstständig agiert.

Eine Ausbildung als Therapiehund, Rettungshund oder Fährtensucher dagegen ist mit dieser Rasse sehr gut möglich.

Tibetdogge – Erscheinungsbild und Aussehen

Tibet Dogge Welpe in Nepal
Tibetdogge Welpe im Urlaub in Nepal.

Die Tibetdogge erscheint mit ihrem mächtigen und kräftigen Körperbau äußerst respekteinflößend. Sie hat einen breiten, schweren Kopf mit braunen Augen und mittelgroßen, dreieckigen Ohren, die am Kopf herabhängen.

Das Fell besteht aus hartem und dickem Haar mit dichter Unterwolle. Anerkannte Farben der Rasse sind tiefschwarz oder blau, jeweils mit oder ohne lohfarbenem Abzeichen sowie gold in allen Schattierungen.

In Tibet steht ein weißer Brustfleck für ein tapferes Herz.

Tibetdogge – Auslauf und Pflege

Auslauf

Der Do Khyi ist für ein Leben in der Stadt ungeeignet. Dort gibt es zu viele verschiedene Reize und er hat kein großes Territorium. Stattdessen benötigt diese Rasse ein großes eingefriedetes Grundstück, dass sie bewachen und beschützen kann. Der Bewegungstrieb dieser Hunde ist eher gemäßigt, trotzdem sind Spaziergänge bei jedem Wetter ein Muss. Zudem solltest du ihm genug Zeit im Freien zugestehen, was du mit einem stets zugänglichen Garten erreichen kannst.

Pflege

Die Pflege der Tibetdogge ist mit geringem Aufwand verbunden. Ohren und Zähne sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden. Besonders wichtig ist aber das tägliche Bürsten. Besonders in den Frühlingsmonaten haart die Rasse aufgrund des Fellwechsels stark. Um Verfilzungen zu vermeiden, muss in dieser Zeit das Fell besonders stark gekämmt werden. Schon die Welpen sollten von klein auf an das Ritual gewöhnt werden.

Ernährung

Hochwertiges Futter enthält alles, was die Tibetdogge braucht. Mit frischem Fleisch und fleischigen Rinderknochen kannst du ihr jederzeit eine Freude machen. Der Do Khyi eignet sich zudem gut für fachkundiges Barfen. Sofern das Tier gesund ist, stellt es keine besonderen Ansprüche an das Futter.

Tibetdogge Welpen – typische Erkrankungen

Da es sich bei der Tibetdogge um eine recht große Rasse handelt, ist sie anfällig für Hüftdysplasie. Auch eine Anfälligkeit für Epilepsie konnte beobachtet werden. Diese Erkrankungen werden durch Inzestzüchtungen noch verstärkt. Aus diesem Grund solltest du darauf achten, dein Tier bei einem seriösen und inzuchtfreien Züchter zu kaufen.

Der Do Khyi ist in Europa nicht sehr weit verbreitet, daher ist er noch nicht zu stark überzüchtet und recht robust. Anders sieht das in China aus. Dort ist die Tibetdogge ein Statussymbol und wurde zu übergewichtigen Riesen herangezüchtet.

Fazit

Die Tibetdogge ist ein außergewöhnlicher Hund, der viele verschiedene Charakterzüge in sich vereint. Mit diesem unabhängigen und selbstbewussten Tier hast du einen starken und furchtlosen Wachhund. Nach erfolgreicher Sozialisierung findest du in ihm einen treuen und sanften Freund, der seine Familie mit Argusaugen bewacht und beschützt. Dazu braucht er ein großes, eingefriedetes Grundstück, zu dem er freien Zugang hat.

Wind und Wetter machen diesen Hunden dabei nichts aus. Da der Do Kyhi sehr eigenständig agiert, ist er nur für erfahrene Hundehalter geeignet, die ihn konsequent, aber mit viel Geduld und Liebe erziehen.


Die häufigsten Fragen zu Tibetdogge Welpen:

Wie ist der Preis für einen Tibetdogge Welpen?

Ein Do Khyi Welpe kostet normalerweise zwischen 1.300 und 1.500 €. (Stand: August 2021) Dazu kommen noch Tierarztkosten sowie die Kosten für die Erstausstattung.

Wie ist das Wesen eines Tibetdogges?

Die Tibetdogge ist ein sehr eigenständiger und besonders wachsamer Hund. Nach erfolgreicher Sozialisierung der Welpen findest du in ihm einen überaus treuen, intelligenten und beschützenden Gefährten, der die Nähe zu seinen Menschen liebt. Fremden gegenüber verhält er sich immer distanziert.

Wie groß ist ein Tibetdogge?

Die Rüden sind mit einer Widerristhöhe von 66 bis 71 Zentimeter etwas größer als die Hündinnen mit 61 bis 68 Zentimetern.

Ist ein Tibetdogge Welpe gut zu erziehen?

Die Erziehung der Do Khyi Welpen kann mitunter sehr schwierig sein. Aufgrund seines selbstständigen und intelligenten Wesens hinterfragen sie Erziehungsübungen und ignorieren Befehle, wenn etwas beschützen werden muss. Aus diesem Grund gehört dieser Hund nur in Hände von erfahrenen Hundehaltern, die viel Konsequenz, aber auch Feingefühl und Liebe investieren.

Wie ist das Gewicht eines Tibetdogge?

Die Rüden der Tibetdogge können ein Gewicht von 64 bis 78 Kilogramm erreichen. Die Hündinnen sind mit 34 bis 59 Kilo deutlich leichter.

Braucht ein Tibetdogge viel Auslauf?

Die Tibetdogge hat keinen übermäßigen Bewegungsdrang, trotzdem sollten zweimal täglich Spaziergänge durch die Natur unternommen werden. Besonders wichtig ist ein großes, eingefriedetes Grundstück, das der Do Khyi nach Herzenslust betreten und bewachen kann.