Sheltie Welpe

Sheltie Welpen


Die Welpen sind wachsam, sanft, intelligent und kräftig, gleichwohl lebhaft. Gegenüber seinem Herrn ist der Sheepdog liebevoll und verständig, aber reserviert gegenüber Fremden. Er ist geduldig und wird niemals nervös.

Steckbrief: Sheltie

Ursprungsland: Schottland
FCI-Gruppe: 1 – Hütehunde und Treibhunde, Sektion 1: Schäferhunde
Größe (Widerristhöhe): 35,5 – 37 cm
Gewicht: 6,4 – 12 kg
Alter: 12 bis 13 Jahre
Verwendung: lebhafter Familien-, Rettungs- und Therapiehund
Für Wohnung geeignet: Ja
Fellpflege: pflegeintensiv
Lässt sich einfach erziehen: Ja
Kommt gut mit anderen Hunden zurecht: Ja
Braucht viel körperliche Betätigung: Ja
Als Wachhund geeignet: Ja

Sheltie Welpen kaufen – der Preis

Welpen kosten 600 bis 1.000 Euro. Je nach Zucht und Abstammung kann der Preis bis zu 1.500 Euro liegen.

Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:

  • Welpenfutter (am besten den Züchter fragen, welches Futter der Hund gewöhnt ist)
  • Snacks
  • Bett und Hundedecken
  • Leine und Halsband oder ein Geschirr
  • Futter- und Wassernapf
  • Spielzeug
  • eine Transportbox für den Tierarzt
  • Notfallapotheke
  • Bürste

Sheltie Welpen – Herkunft und Geschichte

Der Sheepdog kommt im Nordosten Schottlands von den Shetlandinseln. Sie liegen im Nordatlantik vor der Küste Schottlands. Dort wurde der Sheltie zum Schafe Hüten genutzt. Er ist eine Kreuzung aus Border-Collie und Grönland, der von Walfängern mitgebracht wurde. Später verfeinerte man ihn durch Collies. Einer alten Geschichte zufolge war auch der King Charles Spaniel beteiligt an der Zucht.

Der Sheltie wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Großbritannien eingeführt. Züchter gründeten in 1909 den Shetland Collie Club in Lerwick. Die Mitglieder wollten den Collie als Miniatur züchten. Die Colliezüchter waren energisch dagegen, weil er zu der Zeit keinen einheitlichen Typ verkörperte. Seine offizielle Anerkennung erfolgte deshalb erst 1914 durch den Kennel Club und selbst heute ist seine Zuchtbasis erheblich geringer als beim Collie. Er wurde trotzdem ein beliebter Haushund.

Wesen und Charakterzüge

Die Welpen sind bewegungsfreudig lernwillig, aber sensibel, und sanft. In seiner Natur als Hütehund achtet er genau auf seinen Menschen. Dazu bringt er viel Willen zur Zusammenarbeit mit, gleichwohl braucht er körperlich, als auch geistig Beschäftigung, sowohl. Er findet leicht heraus, was Du von ihm willst und durch seine Sensibilität lässt er sich leicht erziehen. Du darfst im allerdings nicht die Freude daran verderben und versuchen, ihn mit harter Hand anzupacken.

Er ist gegenüber Fremden zurückhaltend, doch nicht scheu oder nervös. Seine Redseligkeit nimmt er beim Wachen lautstark wahr.

Heute sind Sheepdogs allerdings keine Hütehund mehr. Selbst der starke Jagdtrieb ist bei den meisten verlorengegangen. Einem leinenlosen Spaziergang steht daher nichts im Wege.

Sheltie Welpen – die Erziehung

Die Welpen sind sehr lernwillig und motiviert. Sie ordnen sich gerne unter. Dadurch sind sie leicht zu erziehen.

Die Erziehung ist vor allem sehr einfach, wenn sie Freude daran haben. Sie sind sensibel und merken sofort, wenn ihre Besitzer schlecht gelaunt sind. Das mögen sie überhaupt nicht.

Weil der Shetland Sheepdog ein sehr kluger Hund ist, begreift er schnell und hat Lust, etwas zu lernen. Er liebt geistige Herausforderungen, die sind genau richtig für ihn Damit fällt es ihm leicht, die Basis der einfühlsamen Hundeerziehung zu verinnerlichen.

Solange er fair, freundlich sowie sanft behandelt wird, lernt er schnell. Er ordnet sich seinem Besitzer rasch unter und hält sich an seine Regeln. Ein Dominanzverhalten ist nicht seine Art. Seine Halte sollten keinen zu strengen Ton anschlagen und keinesfalls grob mit ihm umgehen. Der Hund ist sehr sensibel. Er würde unglücklich und verliert allen Spaß am Lernen. Ansonsten wird und bleibt er ein kooperativer Partner.

Wichtig ist eine genügende Auslastung. Die beste Erziehung greift bei dieser aktiven, munteren Hunderasse nur dann, wenn der Shetland Sheepdog entsprechend ausgelastet ist. Er braucht seinen ausgedehnten, täglichen Auslauf und sollte sich nicht langweilen. Hundesport, z.B. Im Hundeverein ist eine prima Beschäftigung. Dabei kommt das soziale Miteinander der Besitzer auch nicht zu kurz. Er ist dabei engagiert, talentiert und erfolgreich.

Weil der Jagdtrieb nur noch kaum ausgeprägt ist, bleibt er lieber bei seinem Menschen.

Sheltie – Erscheinungsbild und Aussehen

Sheltie Welpe im hohen Gras.
Ein Sheltie Welpe im der Natur.

Laut Standard sind Rüden 37 cm sowie Hündinnen 35,5 cm groß. Abweichungen von 2,5 cm werden toleriert. Bei der Größe sind Shetland Sheepdoga oft variabel, sodass auch Hunde dabei sind, die erheblich größer oder kleiner sind. Er ist ein lieber Hund mit langem Fell und ohne jede Plump- oder Grobheit. Er ist wohl proportioniert. Das üppige Haarkleid mit Mähne und Halskrause kommt in den Farben Zobel-weiß, dunkel zobel-weiß/mahagonifarben oder schattiert, dreifarbig: schwarz, weiß, braun und Schwarz-weiß, blau-grau mit schwarzen Flecken sowie schwarzweiß marmoriert, er ist die Kleinausführung des Collie.

Die dünnen und glatten Haare verfilzen nicht. Sie sind Schmutz abweisend und dadurch nicht besonders pflegeaufwendig.

Sheltie – Auslauf und Pflege

Wird er als Haushund gehalten, braucht der Kleine regelmäßig sehr viel Auslauf sowie Bewegung gewähren. Wenn er sich so richtig austoben kann, fühlt er sich auch wohle.

Er ist hervorragend als Begleithund geeignet und rennt mit, sowohl beim Jogging, als auch am Fahrrad oder Pferd.

Er benötigt eine körperliche und geistige Forderung. Deshalb landet er beim Hundesport und bei Wettkämpfen auf den vorderen Plätzen, ob beim Flyball, beim Obedience sowie beim Dog Dance.

Zu Haus bewegt sich der Sheltie meist ruhig und unaufdringlich, wenn er täglich gefordert wird und ausgelastet ist. Dabei ist er absolut lernwillig.

Der Shetland Sheepdog versteht sich mit Kindern gut, solange sie nicht zu laut oder wild sind und ich zufrieden lassen, wenn er sich zurückziehen möchte. Er kann auf Trubel in der Regel verzichten, wenn er sich draußen austoben kann.

Mit anderen Haustieren kommt er meist gut aus und ist auch bei Mehrhundehaltung ein angenehmer Geselle. Fremden Hunden gegenüber begegnet er tendenziell freundlich, gleichwohl eher zurückhaltend. Die Shelties beschäftigen sich auf ihren Spaziergängen lieber mit den begleitenden Menschen, als mit Hunden.

Der Sheltie ist durch seine Sensibilität sowie Zurückhaltung allem Neuem gegenüber bekannt. Deshalb ist bereits im Jugendalter eine gute Sozialisierung sowie Umweltgewöhnung ausgesprochen wichtig. Der Züchter ist mit Bedacht auszuwählen, damit Du keinen übersensibelen, nervösen sowie hyperaktiven Hund bekommst.

Zweimal sollte das Fell die Woche ausgebürstet werden. Beim Fellwechsel haart der Sheltie sehr stark.

Sheltie Welpen – typische Erkrankungen

Bei Shetland Sheepdogs tritt häufig eine Dermatomyositis auf, das ist eine genetisch bedingten Haut-Muskel-Erkrankung, die bei jungen Welpen oft milder abläuft als bei Collies. Sie sind ebenfalls häufig von der Gallenblasenmukozele betroffen, die Schleimansammlung, die entsteht durch eine Abflussstörung von der Galle. Abhilfe schafft bei dieser Krankheit nur eine OP, die aber riskant ist.

Wie bei Collies hat der Sheltie oft einen MDR1-Defekt, das ist eine Überempfindlichkeit gegenüber etliche Arzneistoffe.

Es gibt auch eine Erbkrankheit: die Collie Eye Anomaly. Es ist eine Fehlbildungen der Augen, die bei der Verpaarung merlefarbener Hunden untereinanderauftreten kann.

Die Verpaarung zweier merle-farbiger Shelties ruft oft Taubheit oder Blindheit hervor bei Welpen. Sie ist in Deutschland verboten.

Der Shetland Sheepdog kann darüber eine idiopathische Form bekommen des Fanconi-Syndroms. Das ist eine Nierenschwäche ohne bekannte Ursache.

Fazit

Der Sheltie ist ein liebevoller Familienhund. Er braucht eine zarte Hand und gibt die Freude, die Du ihm bereitest, wieder. Er braucht seinen Auslauf, ist in der Wohnung eher unauffällig. Der pflegeleichte Hund ist vom Welpen an ein Partner für das Leben.


Die häufigsten Fragen zu Sheltie Welpen:

Wie ist der Preis für einen Sheltie Welpen?

Ein Sheltie Welpe kostet zwischen 600 und 1.000 Euro. Der Preis kann aber auch bis zu 1.500 Euro liegen.

Wie ist das Wesen eines Shelties?

Der Shetland Sheepdog ist intelligent und temperamentvoll. Er hat ein sensibles und freundliches Wesen. Der sanfte sowie anhängliche Hund hat immer gute Laune und ist jederzeit bereit, seinen Besitzer aufzuheitern. Fremden gegenüber sind die Shelties eher distanziert, gleichwohl niemals nervös. Er reagiert auf Aggression sowie lautes Verhalten sehr sensibel. Deshalb bedarf der Sheltie eine liebevolle sowie sanfte Behandlung. Er ist dann ein toller Kompagnon fürs Leben. Er liest seinem Besitzer von den Augen jeden Wunsch ab. Der Sheltie-Besitzer sollte wissen, dass die Welpen oft laut sind. Sie bellen gerne und viel. Dies machen sie auch, wenn ein Fremder sich dem Grundstück nähert. Deshalb eignen sie sich gut als Wachhunde.

Wie groß ist ein Sheltie?

Der Shetland Sheepdog hält sich oft leider nicht an die vorgeschriebene Standardgröße von 35,5 – 37 cm. Es kann vorkommen, dass er kleiner bleibt als die Mindestgröße oder hinausgeht über die Höchstgrenze. So ist für jeden Sheltiefreund bestimmt die richtige Größe dabei. Bei den Welpen ist nicht vorherzusagen, wie groß sie werden oder ob sie dem Standard entsprechen. Ein Sheltie für Zucht und Ausstellungen sollte bereits älter sein. Mit rund. 6 Monaten kann man die richtige Größe ermessen und auch alle anderen Voraussetzungen vorbestimmen.

Ist ein Sheltie Welpe gut zu erziehen?

Ja, allerdings sind ein paar Dinge zu beachten. Welpen sind mit acht Wochen noch nicht stubenrein. Du brauchst Geduld und viel Liebe, dann lernt er jedoch schnell, sein Geschäft wo und wie zu erledigen. Nach dem Fressen ist meist ein Spaziergang fällig und nach dem Schlafen muss er gern mal. Passier es im Zimmer oder sonst in der Wohnung, schimpfst Du mit ihm, aber nicht laut oder grob und bringst ihn hinaus. Stoße ihn nicht mit seiner Nase in das Geschäft. Gewöhne den Welpen frühzeitig an Halsband und Leine. Es wird ihm zuerst nicht gefallen, er wird am Halsband kratzen und bocken. Das geht vorbei. Trainiere den Welpen an der Leine und gehe mit der Familie spazieren. Der Welpe läuft hinterher, wenn jemand vorneweg geht. Locke ihn mit einem Leckerchen oder rufe ihn heran. Eine Laufleine kann bei der Gewöhnung helfen. Sie passt sich an die Bewegungen des Welpen an. Er wird nicht am Hals gezogen. Hat der Welpe sich an Halsband sowie Leine gewöhnt und geht mit Dir freudig spazieren, erziehst Du ihn zur Leinenführigkeit. Er muss wissen: mit Leine heißt Fußgehen, ohne heißt Rennen und Springen. Schließlich solltest Du nicht hinter Deinem Hund herfallen oder der Hund geht mit Dir spazieren. An der Straße bleibt er an der kurzen Leine, nicht an einer geöffneten Laufleine. Läuft er an der langen Laufleine plötzlich auf die Straße, kannst Du ihn nicht schnell genug heranholen. Von Anfang an ist das Gehorsamstraining ganz wichtig. Der Welpe muss lernen, auf jeden Ruf sowie jede Anordnung zu reagieren. Er wird die wichtigen Kommandos Fuß, Sitz, Platz oder hier bald beherrschen. Der Sheltie ist intelligent und lernfreudig. Du kannst ihn leicht erziehen. Es macht ihm Freude, wenn er Dich erfreut. Der fröhliche kleine Clown passt sich allen Situationen und Stimmungen seines Herrn an. Gleichwohl braucht er eine liebevolle sowie konsequente Erziehung.

Wie ist das Gewicht eines Sheltie?

Bei der Geburt wiegen Welpen rund 200 Gramm. Nach sechs Wochen ist er bereits auf 2 Kilogramm. Bei neun Monaten kann er die 8 Kilogrammüberschreiten und im Laufe der Jahre z.B. bei sieben Jahren auf 10 Kilogramm kommen.

Braucht ein Sheltie viel Auslauf?

Der Shetland Sheepdog sollte idealerweise die Möglichkeit haben, zum Teil einen Auslauf ohne Leine zu erhalten. Dann ist darauf zu achten, dass die Welpen zu Beginn bei der Bewegung nicht überfordert werden. Die Spaziergänge in den ersten Wochen sollten reichen bei 10 Minuten ausreichen oder das Toben im Garten.