samojede im schnee

Samojede Welpen

sanftmütige Energiebündel


Der Samojede ist eine aufgeweckte und freundliche Hunderasse, die nicht nur durch ihr plüschiges Aussehen überzeugt, sondern auch durch ihren sanften Charakter. Denn die gutmütigen Samojeden sind sehr anhänglich und bauen eine intensive Bindung zu ihren Haltern auf. Sie sind tolle Familienhunde und sind auch für den Umgang mit Kindern geeignet. Die süßen Samojeden können allerdings richtige Sturköpfe sein und haben einen starken eigenen Willen, weshalb sie eine konsequente Erziehung benötigen und nur bedingt als Ersthund empfehlenswert sind.

Im folgenden Beitrag erhältst du wertvolle Infos zu der Herkunft, dem Wesen und der artgerechten Haltung von Samojeden.

Steckbrief: Samojede

Ursprungsland: Russland (Sibirien)
FCI-Gruppe: 5 - Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 1: Norwegische Schlittenhunde
Größe (Widerristhöhe): Rüden: 54 bis 57 cm, Hündinnen: 50 bis 53 cm
Gewicht: Rüden: 20 bis 30 kg Hündinnen: 17 bis 25 kg
Alter: 12 bis 14 Jahre
Verwendung: Schlitten-, Begleit- und Familienhund
Für Wohnung geeignet: Nur unter bestimmten Voraussetzungen
Fellpflege: aufwendig
Lässt sich einfach erziehen: Nein
Kommt gut mit anderen Hunden zurecht:
Ja, bei früher Sozialisation
Braucht viel körperliche Betätigung: Ja
Als Wachhund geeignet: Nein

Samojede Welpen kaufen – der Preis

Grundsätzlich solltest du dir vor der Anschaffung eines Welpen alle notwendigen Infos zu seiner Haltung und den damit zusammenhängenden Kosten beschaffen. Im Durchschnitt kostet ein Welpe der Rasse Samojede etwa 1200 Euro.

Handle zudem nicht überstürzt bei der Wahl eines geeigneten Züchters, sondern informiere dich vorab in Ruhe über die Seriosität der jeweiligen Zuchtstätten. Professionelle Züchter von Samojeden sind beim Hundezuchtverband registriert und legen Wert auf das Wohlergehen ihrer Hunde. Die Welpen einer qualifizierten Zuchtstätte wurden tierärztlich untersucht, haben alle notwendigen Impfungen erhalten und sind entwurmt. Außerdem müssen die Welpen gechippt sein und sollten einen EU-Heimtierausweis besitzen.

Ein verantwortungsvoller Hundezüchter wird sich zudem ein Bild von dir machen wollen und dir vor der Übergabe des Welpen diverse Fragen stellen. Dabei möchte er herausfinden, ob du genug Erfahrung mit Hunden hast, welche für die Erziehung und Haltung eines Samojeden notwendig ist. Des Weiteren verlangen viele Züchter, dass du mit deinem Welpen in die Hundeschule gehst. Dies ist insbesondere bei willensstarken Rassen wie dem Samojeden wichtig. Überdies wird dich ein seriöser Züchter vor allem am Beginn regelmäßig kontaktieren, um zu erfahren, wie es dem Welpen bei seinem neuen Halter geht.

Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:

  • Welpenfutter (am besten den Züchter fragen, welches Futter der Hund gewöhnt ist)
  • Snacks
  • Bett und Hundedecken
  • Leine und Halsband oder ein Geschirr
  • Futter- und Wassernapf
  • Spielzeug
  • eine Transportbox für den Tierarzt
  • Notfallapotheke
  • Bürste

Samojede Welpen – Herkunft und Geschichte

Die Wurzeln der Samojeden liegen in der Region Sibirien in Russland. Der Name der Hunderasse leitet sich von den samojedischen Völkern ab, die als Ureinwohner Sibiriens gelten. Die Hunderasse stammt von jenen Hunden ab, welche die indigenen Bewohner Sibiriens als Hüte-, Begleit- und Schlittenhunde hielten. Sie wuchsen vom Welpenalter an im engen Familienverband auf und wurden auch als Bettwärmer verwendet, was eine Erklärung für ihr anhängliches und menschenbezogenes Verhalten sein könnte.

Im 19. und 20. Jahrhundert kamen Samojeden bevorzugt als Arbeitshunde zum Einsatz. Forscher aus Amerika und Europa nutzten die Hunde daher als Transporthilfe für Expeditionen zum Nord- und Südpol. Dort schätzte man die Ausdauer und Genügsamkeit der Samojeden im kalten Polarklima. Die offizielle Anerkennung der Samojeden als Hunderasse erfolgte im Jahr 1913. Bereits ab den 1950er-Jahren erfreute sich die Züchtung zunehmender Beliebtheit.

Wesen und Charakterzüge

Samojeden haben ein verspieltes, freundliches und umgängliches Wesen. Sie sind kluge und aktive Hunde, die viel Aufmerksamkeit benötigen. Samojeden möchten mit ausreichend Bewegung und Beschäftigung ausgelastet werden. Abwechslungsreiche Spiele und ausgiebige Spaziergänge sollten daher bei diesen Fellnasen an der Tagesordnung stehen. Aus diesem Grund sind Samojeden nur für Menschen geeignet, die einen aktiven Lebensstil führen. Samojeden können darüber hinaus auch als Sanitäts- und Rettungshunde ausgebildet werden, wo sie sich mit ihrem klugen und einfühlsamen Wesen bewährt haben.

Am wohlsten fühlen sich diese Hunde außerdem im Familienverband, wo sie gerne im Mittelpunkt stehen und als vollwertige Familienmitglieder angesehen werden möchten. Deshalb sind sie für Einzelgänger, welche die Nähe von anderen Menschen meiden, eher unpassend. Des Weiteren fühlen sich Samojeden in einem Haus mit Garten besonders wohl. Hier können sie jederzeit an die frische Luft, nach Herzenslust herumtollen und auch im Freien schlafen. In einer kleinen Wohnung in der Großstadt werden diese Hunde daher nur bedingt zufrieden sein. Wer sich einen Samojeden für die Wohnung anschaffen möchte, muss deshalb umso mehr auf die angemessene Bewegung und Beschäftigung des Tieres achten.

Samojede Welpen – die Erziehung

Denke daran, dass die Haltung und Aufzucht eines Samojeden viel Zeit und Geduld beansprucht. Sie sind selbstbewusste Hunde, die einen starken eigenen Willen haben. Daher benötigen Samojeden schon als Welpen eine adäquate Erziehung. Der Besuch einer Hundeschule sowie der frühe Kontakt mit anderen Artgenossen ist bei Welpen dieser Hunderasse unabdinglich für die Entwicklung eines stabilen Hundecharakters.

Insbesondere sollten Rüden an den Umgang mit ihren Geschlechtsgenossen gewöhnt werden, da sie ansonsten Dominanzprobleme entwickeln können. Wurde ein Welpe unzureichend sozialisiert, kann sich das in ängstlichem Verhalten, Aggressionen oder Scheue äußern. Beschäftigen sich Halter von Samojeden nicht ausreichend mit ihren Hunden, so werden die Tiere schnell unausgelastet. In vielen Fällen sorgen die unterforderten Tiere dann selbst für ihre Unterhaltung – mit unterschiedlichen Folgen für Möbel, Haus und Garten. Daher musst du dir vor der Anschaffung eines Welpen überlegen, ob du genug zeitliche Ressourcen für die Haltung eines Samojeden hast.

Samojede – Erscheinungsbild und Aussehen

Samojede Welpe im Blumenbeet
Wer sitzt da im Blumenbeet? Der Samojede Welpe sitzt da.

Das Hauptkennzeichen der Samojeden ist ihr plüschartiges Aussehen, was ihrem dichten langen Fell mit dicker Unterwolle geschuldet ist. Dadurch sind die Tiere ideal vor den tiefen Temperaturen des Polarkreises geschützt. Das Fell der Samojeden ist in seiner Grundfärbung Weiß, kann aber laut dem europäischen Rassestandard auch cremefarbige Akzente besitzen. Der Schwanz der Samojeden ist buschig und zum Rücken hin eingedreht, wodurch sie einen spitzartigen Eindruck erwecken.

Sie haben mandelförmige Augen und ihre Augenfarbe ist Braun. Die Farbe ihrer Schnauze ist in der Regel Schwarz, wobei manche auch eine bräunliche Färbung aufweisen. Ihre Lefzen sind nach oben gerichtet, wodurch der Eindruck eines „lächelnden“ Gesichtsausdruckes entsteht. Insgesamt sind Samojeden eher große Hunde bei einer durchschnittlichen Widerristhöhe von 50 bis 57 Zentimetern.

Samojede – Auslauf und Pflege

Auslauf

Der Bewegungsdrang von Samojeden ist vergleichbar mit jenem anderer nordischer Hunderassen, die ursprünglich als Schlittenhunde verwendet wurden. Sie lieben Bewegung und brauchen einen täglichen Auslauf von mindestens zwei Stunden. Außerdem solltest du bei Outdoor-Aktivitäten mit deinem Hund auf Abwechslung achten. Besonders beliebt ist bei diesen Vierbeinern auch der Hundesport Agility sowie das Ziehen von Schlitten. Hier sind die Samojeden so richtig in ihrem Element und können ihrer Energie freien Lauf lassen.

Pflege

Die Fellpflege eines Samojeden gestaltet sich aufwendiger als bei einem Hund mit kurzen Haaren. Das dichte Fell des Vierbeiners sollte mindestens zwei Mal in der Woche gebürstet werden. Während des Fellwechsels ist es notwendig, den Hund täglich zu bürsten. Das natürliche Fett im Fell der Hund sorgt dafür, dass nur wenig Schmutz daran haften bleibt. Daher solltest du ausgiebige Hundebäder mit Shampoo nur nutzen, wenn das Fell deines Hundes stark verunreinigt ist. Die übrige Körperpflege umfasst bei Samojeden das Schneiden von zu langen Krallen, die wöchentliche Zahnpflege sowie das regelmäßige Reinigen verschmutzter Ohren.

Ernährung

Im Bezug auf die Fütterung von Samojeden sollte Wert auf eine ausgewogene Ernährung gelegt werden. Da Samojeden sehr aktiv sind, benötigen sie genügend Nährstoffe für ihren Körper. Dabei hat sich eine Mischkost aus Fleisch, Fisch und Gemüse bewährt. Wer seinen Hund nicht mit frischen Zutaten füttert, sollte ausschließlich auf hochwertige Futtermittel setzen. Bei Welpen ist eine tägliche Futtermenge von 250 bis 270 Gramm vorgesehen. Ausgewachsene Vierbeiner sind hingegen schon mit einer täglichen Menge von 150 bis 180 Gramm Futter gut versorgt.

Samojede Welpen – typische Erkrankungen

Wie bei allen Rassehunden gibt es auch bei Samojeden typische Erkrankungen, die innerhalb der Hunderasse auftreten. Solltest du dir einen Samojeden kaufen, verlange vom Züchter stets vorab den vollständigen Familienstammbaum des Welpen. Dies ist ein sicheres Mittel, um festzustellen, dass keine Inzucht innerhalb der Züchtung deines Vierbeiners vorliegt. Denn die Paarung verwandter Tiere ist ein Risikofaktor, wenn es um die Weitergabe von Erbkrankheiten geht. Zu den rassetypischen Erkrankungen von Samojeden zählen Diabetes, Nierenleiden, Hüftkrankheiten sowie diverse Augenkrankheiten.

Fazit

Die Haltung und Aufzucht eines Samojeden ist nichts für unerfahrene Hundehalter. Er wird daher von Züchtern nicht als Ersthund empfohlen. Ihre Erziehung kann zu einer echten Herausforderung werden, denn die süßen Welpen wachsen zu richtigen Energiebündeln heran. Sie halten ihre Besitzer stets auf Trab und lassen garantiert keine Langeweile aufkommen. Darüber hinaus macht ihn sein zarter und einfühlsamer Charakter zum perfekten Familienhund. Für ein glückliches Hundeleben brauchen Samojeden allerdings ausreichend Beschäftigung, Aufmerksamkeit, Pflege und Liebe.

Wenn du einem Samojeden all das bieten kannst, wird er es dir sein Leben lang mit bedingungsloser Treue und überbordender Zuneigung danken.


Die häufigsten Fragen zu Samojede Welpen:

Wie ist der Preis für einen Samojede Welpen?

Ein Welpe der Rasse Samojede kostet durchschnittlich 1200 Euro.

Wie ist das Wesen eines Samojedes?

Samojeden sind sanftmütige, anhängliche, lebhafte, aktive und willensstarke Hunde.

Wie groß ist ein Samojede?

Samojeden erlangen eine Körpergröße von 50 bis 57 Zentimetern, wobei Hündinnen kleiner und zierlicher gebaut sind als Rüden.

Ist ein Samojede Welpe gut zu erziehen?

Die Erziehung eines Samojeden verlangt von seinem Halter viel Geduld und kann mitunter recht zeitaufwendig sein, weshalb sich der Besuch einer Hundeschule empfiehlt.

Wie ist das Gewicht eines Samojede?

Ausgewachsene Samojeden haben ein Normalgewicht von 17 bis 30 Kilogramm, je nachdem, ob es sich um eine Hündin oder einen Rüden handelt.

Braucht ein Samojede viel Auslauf?

Samojeden lieben Bewegung an der frischen Luft, wobei sie mindestens zwei Stunden Auslauf am Tag benötigen.