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Labradoodle Welpen


Ein Labradoodle ist eine Kreuzung aus einem Labrador und einem Pudel. Sie gelten als ideale Familienhunde und zeichnen sich durch ihren freundlichen Charakter sowie die Allergikerfreundlichkeit aus. Da diese Kreuzung in letzter Zeit vor allem bei Prominenten beliebt ist, wird der mittelgroße Hund dem Teddybär-ähnlichen Aussehen auch Designerhund genannt.

Steckbrief: Labradoodle

Ursprungsland: Australien
FCI-Gruppe: 1: Hütehunde und Treibhunde (nicht anerkannt)
Größe (Widerristhöhe): Zwischen 53 und 65 Zentimeter
Gewicht: 23-30 kg
Alter: 12-15 Jahre
Verwendung: Therapiehund oder Rettungshund, Familien- und Begleithund
Für Wohnung geeignet: Ja
Fellpflege: gering bis mittel
Lässt sich einfach erziehen:
leicht bis mittel
Kommt gut mit anderen Hunden zurecht: Ja
Braucht viel körperliche Betätigung: mittel
Als Wachhund geeignet: Nein

Labradoodle Welpen kaufen – der Preis

Hybride Welpen, die aus Labrador und Pudel gezüchtet wurden, sind ab 1000 € erhältlich. Der originale australische Labradoodle Welpe kostet etwa 2500 €, da es nur wenige geeignete Zuchttiere gibt.

Um die gewünschte Wesensfeste des Labradoodles zu erhalten, sollte auf seriöse Züchter gesetzt werden, wenn du einen Labradoodle Welpen kaufen möchtest. Die Elterntiere sollten auf ihre Zuchteignung geprüft werden und der Züchter ausreichend Know-How in der Hundeaufzucht haben. So kann sichergestellt werden, dass die Elterntiere einen Wesenstest durchlaufen haben und die Welpen eine positive Prägung erhalten. Lasse dir diese Infos von dem Züchter schriftlich geben.

Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:

  • Welpenfutter (am besten den Züchter fragen, welches Futter der Hund gewöhnt ist)
  • Snacks
  • Bett und Hundedecken
  • Leine und Halsband oder ein Geschirr
  • Futter- und Wassernapf
  • Spielzeug
  • eine Transportbox für den Tierarzt
  • Notfallapotheke
  • Bürste

Labradoodle Welpen – Herkunft und Geschichte

Im Jahr 1989 war der aus Hawaii stammende Pat Blum auf der Suche nach einem geeigneten Blindenhund. Da Blum allergisch auf Hundehaare reagierte, musste eine allergikerfreundliche Rasse her, die möglichst wenige Haare verliert. Pudel gelten aufgrund ihres geringen Haarverlustes als eine Rasse, die sich für Allergiker eignet. Sie sind sehr klug und lehrreich, vermögen im Bereich des Therapie- oder Rettungshundes jedoch nicht die Leistung abzurufen, die ein Labrador Retriever erbringen kann.

Blum wandte sich mit seiner Anfrage an den australischen Blindenhundverband “Guide Dog Association of Victoria“, welcher auf die Idee der Kreuzung von Pudel und Labrador kam und somit eine neue Hunderasse erschuf. Zunächst war niemand außer Blum an dieser neu geschaffenen Rasse interessiert, doch durch die medienwirksame Benennung der Kreuzung als Labradoodle machte der Zuchtleiter Wally Conron die Rasse bekannt. Besonders in den USA wuchs die Nachfrage rasant und Labradoodles wurden zu einer Modewelle. Daraus entstand auch eine weitere Kreuzung, der Goldendoodle. Dieser entsteht aus der Verpaarung eines Golden Retriever mit einem Pudel. Durch diese unkontrollierten Verpaarungen entstand das Problem, dass einige Züchter mit Designer-Hunden Geld verdienen möchten, ohne die notwendigen Kenntnisse zu haben.

Es gibt keinen Rassestandard für den Labradoodle und die Kreuzung wird von den großen Dachverbänden nicht anerkannt. In Australien gibt es jedoch Ansätze den Mischling als eigene Rasse zu etablieren. So wird der Australian Labradoodle in den USA mittlerweile als eigenständige Rasse anerkannt. In diesem Zuchtzweig sind neben Labrador und Pudel auch die Rassen Irish Water Spaniel, amerikanischer Cocker Spaniel und englischer Cocker Spaniel eingekreuzt. In Europa ist die Anerkennung einer eigenen Rasse jedoch noch nicht der Fall, sodass hier keine Labradoodle Welpen mit Papieren erworben werden können.

Wesen und Charakterzüge

In der Regel eignen sich Labradoodles durch ihr freundliches Wesen gut als Familienhunde. Sie sind gelehrig und kinderfreundlich und zeichnen sich durch eine hohe Intelligenz und Leistungsfähigkeit aus. Durch die unklaren Zuchtvorgaben ist die Streuung der Wesenszüge jedoch extrem groß. Gerade bei Welpen, deren Elterngeneration bereits Labradoodles waren, ist der Charakter schwer vorherzusagen. Sowohl Pudel als auch Labrador Retriever sind auf die Wasserjagd spezialisierte Hunderassen und wurden auch als Arbeitshunde eingesetzt. Es sollte also sichergestellt werden, dass der Labradoodle Welpe ausreichend und anspruchsvolle Beschäftigung erhält. Neben viel Bewegung möchte er auch geistig gefordert werden. Außerdem gelten Labradoodles als anhänglich, sie suchen also den Anschluss und Kontakt zum Menschen und sin verschmust. In der Regel sind Labradoodles gut mit anderen Hunden verträglich und zeigen selten Dominanz oder Aggression. Sein sanftes und geduldiges Wesen macht die Erziehung auch für Hundeanfänger einfach.

Labradoodle Welpen – die Erziehung

Ähnlich wie bei den Elternrassen lernen Labradoodle Welpen schnell und lassen sich gut erziehen. Wie bei jeder anderen Rasse empfiehlt sich trotzdem der Besuch in einer Hundeschule und die nötige Konsequenz in der Erziehung. Die Auslastung ist beim Labradoodle besonders wichtig, da es sich um eine sehr intelligente Rasse handelt, die immer neue Dinge erlernen möchte. Nur ein ausgeglichener Labradoodle kann seine positiven Seiten präsentieren.

Der Pudel verfügt über einen stärkeren Jagdtrieb als der Labrador Retriever. Sollte also der Pudel im Labradoodle stärker durchkommen, muss von Anfang an die Abrufbarkeit trainiert werden.

Labradoodle – Erscheinungsbild und Aussehen

Süßer blonder Labradoodle Welpe im Gras mit Kauteil
Süßer blonder Labradoodle Welpe im Gras mit Kauteil.

Das Aussehen von Labradoodle Welpen variiert sehr stark. Das liegt vor allem daran, dass es keinen einheitlichen Rassestandard gibt. Zunächst wurden nur Standardpudel mit Labradoren gekreuzt, mittlerweile gibt es jedoch auch Mischungen mit Königspudeln oder kleineren Pudelarten. Je nach Kreuzung gibt es den Labradoodle in verschiedenen Größen.

Fellfarben gibt es in allen Variationen, von cremeweiß über goldblond bis hin zu schwarz. Das Fell kann lockig, wellig oder glatt sein und variiert auch in der Länge. Die Fellstruktur kann weich oder rau sein. Durch weitere Einkreuzungen werden die Exemplare sehr uneinheitlich. In der Idealvorstellung hat das Erscheinungsbild des Labradoodles etwas von einem Teddybären.

Labradoodle – Auslauf und Pflege

Auslauf

Der Labradoodle braucht viel Bewegung und geistige Auslastung. Apportierspiele oder Hundesport bieten eine sinnvolle Beschäftigung und sorgen zudem für den notwendigen Auslauf. Die Beschäftigung sollte geistig fordernd sein und dem Hund das Gefühl geben, eine sinnvolle Aufgabe zu haben. Labradoodles sind sportliche Hunde und können auch zu langen Fahrradtouren oder Austritten mitgenommen werden. Wie Labradore schwimmen auch die meisten Labradoodles gerne und erlernen kleine Tricks.

Pflege

Die Pflegeintensität des Fells, hängt davon ab, wie stark es sich lockt. Es gibt sehr unterschiedliche Ausprägungen der Fellstruktur. Kommt der Labradoodle Welpe eher nach dem Pudel und hat langes, lockiges Fell, sollte er regelmäßig gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Bei Exemplaren mit kurzem, glatterem Fell reicht ein gelegentliches Bürsten. Im Sommer bietet es sich je nach Fellstruktur an, das Fell kürzen zu lassen. Infos, ob das Fell bei dem jeweiligen Welpen gekürzt werden sollte oder nicht, liefert der Hundefriseur. Während der Pudel keinen Fellwechsel durchläuft, kann der Labrador stark haaren. Es ist dabei nicht vorhersagbar, was auf den jeweiligen Labradoodle Welpen zutrifft. Auch regelmäßiges Baden mit mildem Hundeshampoo und Überprüfen der Ohren gehört zur Pflege dazu.

Ernährung

In der Futterauswahl ist der Labradoodle nicht wählerisch und zeigt sich verfressen. Er neigt jedoch zu Übergewicht, weshalb auf eine abgestimmte, ausgewogene Ernährung geachtet werden sollte. Die täglichen Rationen müssen von Anfang an im Blick behalten werden. Belohnungen können anstatt durch Leckerlis auch durch Streicheleinheiten oder Spielen verteilt werden. Neben Fleisch als Hauptbestandteil der Labradoodle Mahlzeit, können gesunde Beilagen wie Obst oder Gemüse gereicht werden. Auch gelegentliches Füttern von Fisch trägt dazu bei, dass alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien gefüttert werden. Auf die Fütterung von Getreide sollte jedoch verzichtet werden. Meistens werden Labradoodles mit Trockenfutter gefüttert, sowie mit gelegentlichen Snacks und Nassfutter. Fettarme Rinderohren oder Kauknochen aus Rinderhaut eigenen sich als Kauvergnügen für Zwischendurch.

Labradoodle Welpen – typische Erkrankungen

Da es sich beim Labradoodle Welpen sozusagen um einen Mischling handelt, treten rassetypische Erbkrankheiten weniger häufig auf. Trotzdem ist das Risiko von Krankheiten beim Labradoodle Welpen nicht gleich null. Häufig auftretende Probleme bei Labradoodles sind aufgrund der Elternrassen Hüftgelenkdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED) und die Augenkrankheit Progressive Retinaatropie (PRA). Aufgrund der jungen Züchtung gibt es jedoch noch keine umfangreichen Untersuchungen zu Krankheiten bei Labradoodles. In jedem Fall sollten die Elterntiere vor dem Zuchteinsatz auf Krankheiten überprüft werden. Durch die unterschiedliche Haarstruktur und Schnauzenform von Labrador und Pudel kann die Mischung dieser beiden Rassen zu Kompatibilitätsproblemen wie Hautproblemen, Haarausfall, Zahnfehlstellungen oder Kieferproblemen führen.

Fazit

Labradoodles sind ausgezeichnete Familienhunde, die gerne mit den Kindern spielen und bei Aktivitäten dabei sind. Durch ihr freundliches und sanftes Wesen eignen sie sich auch für Hundeanfänger und sind einfach zu erziehen. Der Labradoodle verbindet die Klugheit und das anhängliche Wesen des Pudels mit der Unkompliziertheit des Labradors.

Aufgrund der fehlenden Rassevorschriften kommt es sowohl beim Erscheinungsbild als auch bei Charakter zu großen Streuungen und auch auftretende Krankheiten sind noch nicht ausreichend über die Jahre hinweg belegt. Durch die junge Züchtung gibt es jedoch keine Überzüchtungstendenzen und eine geringe Anfälligkeit für Erbkrankheiten.

Der Labradoodle Welpe ist besonders für Allergiker zu empfehlen und ein hervorragender Assistenzhund. Durch sein soziales Wesen versteht sich der Labradoodle meist gut mit verträglichen Artgenossen und zeigt sich verschmust. Durch die Verbreitung der Kreuzung als Mode- und Designer-Hund sollte bei der Anschaffung auf einen serösen Züchter geachtet werden.

Mit ausreichend Beschäftigung und Bewegung können Labradoodles sowohl in der Stadt als auch auf dem Land gehalten werden. Der Mischling eignet sich neben Familien jedoch auch gut für Senioren, Anfänger oder erfahrene Hundehalter, die gerne viel Zeit mit ihrem Gefährten in der Natur verbringen und ihn körperlich sowie geistig auslasten.


Die häufigsten Fragen zu Labradoodle Welpen:

Wie ist der Preis für einen Labradoodle Welpen?

Labradoodle Welpen kosten 1500€ aufwärts. Welpen der F1-Generation, also die erste Tochtergeneration, sind meistens auf der teureren Seite. Der Preis für den selteneren Australian Labradoodle beginnt bei 2500 €. (Stand: September/2021)

Wie ist das Wesen eines Labradoodles?

Der Labradoodle ist ein freundlicher, sozialer und anhänglicher Hund. Er ist friedlich und zeichnet sich durch seine Intelligenz aus.

Wie groß ist ein Labradoodle?

Je nach Kreuzung werden die Mischlinge aus Pudel und Labrador mittelgroß bis groß. Ein Hybrid aus Königspudel und Labrador wird deutlich größer als eine Mischung aus Zwergpudel und Labrador. Im Durchschnitt beträgt die Größe eines Labradoodles 54-64 cm Schulterhöhe.

Ist ein Labradoodle Welpe gut zu erziehen?

Durch seine Gelehrigkeit und Unkompliziertheit ist ein Labradoodle leicht zu erziehen und eignet sich auch für Hundeanfänger.

Wie ist das Gewicht eines Labradoodle?

Auch hier gibt es je nach Rasse und Gewicht der Elterntiere große Unterschiede bei Labradoodles. Durchschnittlich wiegen die Hybride 23-30 kg.

Braucht ein Labradoodle viel Auslauf?

Der Labradoodle hat einen mittleren Bewegungsbedarf. Außerdem sollte neben der körperlichen Bewegung auf seine geistige Auslastung geachtet werden.