Neufundländer Welpen sitzen in einer Reihe

Neufundländer Welpen


Neufundländer sind kuschelig und sehr schmuse bedürftig. Sie erinnern vom Aussehen her an einen Bären, sind aber sehr menschenbezogen und lieben es mit ihren Menschen zusammen zu sein. Um einen Welpen dieser Rasse bei Dir aufzunehmen, benötigst Du viel Platz. Auch solltest Du ausreichend Zeit für den verschmusten Hund einplanen.

Wenn Du am Meer oder wenigstens in der Nähe eines Gewässers lebst, hast Du in dem Neufundländer den richtigen Hund entdeckt, denn er liebt das Wasser.

Steckbrief: Neufundländer

Ursprungsland: Kanada, Neufundland
FCI-Gruppe: 2 – Molossoide
Größe (Widerristhöhe): Hündinnen 66 cm, Rüden 71 cm
Gewicht: Hündinnen 54 kg, Rüden 68 kg
Alter: 8 – 10 Jahre
Verwendung: Wachhunde und Zughunde
Für Wohnung geeignet: Nein
Fellpflege: Häufig kämmen und bürsten, selten baden
Lässt sich einfach erziehen: Ja
Kommt gut mit anderen Hunden zurecht: Ja
Braucht viel körperliche Betätigung:
Liebt das Wasser, braucht viel Bewegung, ist aber lieber langsam unterwegs.
Als Wachhund geeignet:
Ja, ist aber manchmal Fremden gegenüber zu freundlich.

Neufundländer Welpen kaufen – der Preis

Der Preis für einen Neufundländer Welpen liegt zwischen 1400 und 2000 Euro. Liegt der Preis für den Welpen deutlich unter dieser Marke, handelt es sich nicht um einen vertrauenswürdigen Verkäufer und Du solltest den Welpen dort nicht kaufen.

Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:

  • Welpenfutter (am besten den Züchter fragen, welches Futter der Hund gewöhnt ist)
  • Snacks
  • Bett und Hundedecken
  • Leine und Halsband oder ein Geschirr
  • Futter- und Wassernapf
  • Spielzeug
  • eine Transportbox für den Tierarzt
  • Notfallapotheke
  • Bürste

Neufundländer Welpen – Herkunft und Geschichte

Der Herkunftsort dieser Hunderasse ist Neufundland, eine Insel im Atlantik, die zu Kanada gehört. Die Hunde halfen den Menschen, die von der Fischerei und der Seefahrt lebten, bei der Arbeit. Daher mussten die Hunde wetterbeständig sein und einen Hang zum Wasser haben. Die einheimischen Hunde waren an die extremen klimatischen Bedingungen mit Stürmen, Schnee und eisiger Kälte gewöhnt. Als Zug- und Wasserhund halfen dabei, schwere Lasten zu ziehen, wie beispielsweise die Fischernetze einzuholen oder die Boote der Fischer aus dem Meer zu ziehen. Durch ihre Ausdauer und Kraft wurden die Hunde auch außerhalb Neufundlands als exzellente Arbeitshunde bekannt.

Man nimmt an, dass die Rasse entstand, indem sich Hunde, die die ersten Fischer aus Europa mitbrachten, mit den Hunden der Ureinwohner Kanadas, den Micmac und Beothuk Indianern vermischten. Die ursprünglichen Inselhunde kreuzten sich dabei mit verschiedenen Hunderassen aus Europa, die von den Seefahrern und Siedlern aus Europa mitgebracht worden waren. Das dichte Unterhaar des Neufundländers deutet darauf hin, dass auch arktische Hunderassen, wie die Schlittenhunde, dabei mitwirkten, dass diese Rasse entstand.

Historisch erstmals als Rasse erwähnt wurden die Hunde im 18. Jahrhundert im Tagebuch des englischen Kapitäns Cartwright. Das Wissen über Ihre Arbeit als Lebensretter und ihre Hilfe bei der Arbeit der Fischer verbreitete sich bis nach Europa, sodass die reicheren Leute in England und Frankreich, sich für die Rasse zu interessieren begannen.

Die Neufundländer wurde erstmals im Jahr 1860 auf einer Hundeausstellung im britischen Birmingham gezeigt. 15 Jahre danach legte der englische Kennel-Club ein Zuchtbuch für diese Rasse an. Nochmal elf Jahre später im Jahr 1886 wurde „The Newfoundland Club“ in England ins Leben gerufen. Er ist einer der ältesten englischen Vereine für Hunde und der erste Verein, der sich mit de Zucht der Neufundländer befasste.

Wesen und Charakterzüge

Neufundländer sind bereits als Welpen gelassene und friedliche Hunde. Seine treuen dunklen Augen lassen auf ein freundliches und ausgeglichenes Wesen schließen. Der große Hund ist ein idealer Familienhund, der besonders gut mit Kindern umgehen kann. Er ist nicht nur verspielt, was Kindern entgegenkommt, sondern ist ihnen gegenüber auch äußerst rücksichtsvoll und geduldig. Er ist aber auch für den Rest der Familie ein treuer und zuverlässiger Begleiter. Diese Hunde möchten gerne nahe bei ihren Menschen sein und würde sie gerne überall hin begleiten. Er braucht viel Zuwendung und genießt jede Streicheleinheit, die er bekommen kann. Obwohl er ein sehr großer Hund ist, gewinnt er die Herzen vieler Menschen mit seiner sanften Art und seiner Gelassenheit.

Der Neufundländer ist auch Fremden gegenüber nicht aggressiv. Er greift Fremde nicht an oder beißt sie. Er bellt auch sehr selten, was er dank seiner Größe auch kaum nötig hat. Wenn seine Menschen sich allerdings in Gefahr befinden, würde er nicht zögern, sie zu beschützen und zu verteidigen.

Obwohl sich der friedliebende Hund nicht unbedingt eignet, zu einem Schutzhund ausgebildet zu werden, macht ihn seine Fähigkeit, in Notfällen selbstständig zu handeln und sein Mut zu einem zuverlässigen Beschützer.

Seine Liebe zu Wasser, die sich bis heute bei der Rasse erhalten hat, ist er ein hervorragender Rettungshund, der oft bei der Rettung aus dem Wasser eingesetzt wird. Das Wasser ist das Element, in dem er sich am wohlsten fühlt. Er schwimmt sehr gerne und wird kaum an einem Gewässer ohne ein kurzes Bad vorbeikommen. Du solltest Deinem Neufundländer viel Gelegenheit zum Schwimmen und für Bewegung an frischer Luft geben. Sein dichtes Fell schützt ihn sogar bei eisigen Temperaturen. Sonne mag er nicht so sehr und liegt im Sommer lieber an einem schattigen Platz.

Neufundländer Welpen – die Erziehung

Die Größe und die Kraft dieses Hundes machen eine gute und konsequente Erziehung unerlässlich. Er braucht strikte Regeln und muss seinem Besitzer bedingungslos gehorchen. Die Rasse ist sehr intelligent und versteht Befehle sehr schnell. Daher ist normalerweise seine Erziehung unproblematisch und auch Neulinge in der Hundehaltung können bei ausreichender Konsequenz keine großen Fehler machen. Es kann schwierig sein, den behäbigen Hund dazu zu bringen, sich ausreichend zu bewegen. Am besten bringst Du ihn mit Spielen und mit viel Geduld dazu. Gewalt und Aggression sind keine geeigneten Mittel, diese Rasse zu erziehen. Mit freundliche Worten, Leckerlis und Streicheleinheiten erreichst Du viel mehr bei diesem Hund, denn er will Dir auf jeden Fall gefallen.

Neufundländer – Erscheinungsbild und Aussehen

Neufundländer Welpe
Ein supersüßes Fellknäuel: Der Neufundländer Welpe

Die Rasse hat ein sehr dichtes, wasserabweisendes Fell mit weicher Unterwolle. Daher ist es kaum verwunderlich, dass er zu viel Sonne nicht mag, aber sich sehr gerne ins Wasser stürzt. Durch das dichte Fell erscheint sein kräftiger und muskulöser Körper noch massiger. Laut FCI sind bei der Zucht für das Fell drei Farben genehmigt: Schwarz, weiß-schwarz und braun.

Am häufigsten ist die schwarze Farbe, die aber möglichst einheitlich sein sollte, vertreten. In der Geschichte ist die weiß-schwarze Farbe bedeutungsvoller. Sie trug zur Entwicklung der Landseer bei. Der FCI-Standard bevorzugt Neufundländer mit schwarzem Kopf und weißer Blesse, einem schwarzen Rücken mit gleichmäßiger Zeichnung und einer schwarzen Kruppe. Der Rest des Fells sollte weiß sein und nicht zu viele Punkte aufweisen.

Die Farbe Braun entspricht im Heimatland Kanada nicht den dortigen Rassestandards. Er reicht von der Farbe von Schokolade bis zu der von Kastanien. Weiße Zeichnungen im Brustbereich, auf den Pfoten und an der Spitze des Schwanzes sind bei den ansonsten schwarzen oder braunen Hunden zugelassen.

In den USA dürfen auch graue Hunde gezüchtet werden. Bei uns ist die Zucht grauer Tiere nicht erwünscht, da es bei diesen Arten zum sogenannten „Blue Dog Syndrom“ und daraus resultierendem Ausfall der Haare kommen kann.

Bei allen Farbvarianten ist das Deckhaar mäßig lang und gerade. Es darf leicht wellig sein. Dazu kommt eine starke, aber weiche Unterwolle, die im Winter dichter ist als in der warmen Jahreszeit. Das Haar am Kopf, am Fang und an den Ohren ist eher kurz und fein, während die Hinterläufe und die Rute langes, dichtes Haar aufweisen.

Neufundländer – Auslauf und Pflege

Die Rasse gilt als recht robust und kann bei jedem Wetter vor die Tür. Regen, Kälte und Wind lassen den Hund ziemlich unbeeindruckt. Nur die Sonne mag er nicht so sehr, da er von der Herkunft her an das raue Wetter am Atlantik in Kanada angepasst ist.

Das dichte Fell schützt den Hund sehr gut vor Wasser und Kälte. Es bedarf jedoch einer sorgfältigen Pflege. Du solltest für die Fellpflege auf jeden Fall spezielle Bürsten zum Striegeln des Fells anschaffen. Kämme sind nicht allzu gut für die Fellpflege geeignet, da durch sie auch gesunde Haare ausgerissen werden, was zu Verletzungen führen könnte. Wie das Fell brauchen auch Augen und Ohren regelmäßige Pflege. Für die Zahnpflege reicht ein passender Kauknochen aus.

Wenn Du einen Neufundländer Welpen kaufen möchtest, solltest Du Dir über die aufwendige Pflege, deren dieser große Hund bedarf, im Klaren sein. Menschen, die in ihrer Wohnung penibel sauber sind, sind mit diesem Naturburschen eher schlecht beraten. Du solltest auf jeden Fall bedenken, dass er viel Auslauf im Freien bedarf und eine Leidenschaft fürs Baden in allen Gewässern hat. Landbesitz in natürlicher Umgebung, ein großes Gartengrundstück und möglicherweise ein Gewässer in der Nähe, wäre für diese Rasse ideal. Er eignet sich nicht für das Leben in der Stadt. Dabei benötigt er eigentlich keine ausgedehnten Spaziergänge, sondern eher die Möglichkeit, sich im Wasser austoben zu können. Aufenthalten an einem See oder am Meer solltest Du als Halter eines Neufundländers auf jeden Fall einplanen.

Er ist ein idealer Hund für sportliche und abenteuerlustige Familien, die ihren Hund bei allem teilnehmen lassen wollen. Direkt nach seiner Leidenschaft für Wasser kommt seine Liebe zu seinen Menschen.

Neufundländer Welpen – typische Erkrankungen

Züchter müssen sich bei der Aufzucht von Neufundländer Welpen vor allem um eine komplette und allumfassende Gesundheitsvorsorge bei einem Tierarzt kümmern. Dabei müssen die Eltern- und die Geschwistertiere auf mögliche Erbkrankheiten untersucht werden. Alle empfohlenen Impfungen müssen durchgeführt werden. Außerdem muss auf eine artgerechte Ernährung und eine gute Sozialisierung der Welten geachtet werden. Wenn alle diese Aufgaben pflichtbewusst durchgeführt werden, versteht es sich von selbst, dass für den Welpen ein gewisser Preis erforderlich ist. Der Preis kann unterschiedlich ausfallen, aber mit Du musst mit 1400 bis 2000 Euro für einen Welpen rechnen. Du kannst Dich auch im Tierheim erkundigen, denn ab und an werden auch dort Neufundländer aus den unterschiedlichsten Gründen abgegeben.

Trotz guter Gesundheitsvorsorge lässt sich das Risiko einiger rassespezifischen Erkrankungen bei Neufundländern nicht ganz ausschließen. Wie die meisten großen Hunderassen treten auch bei dieser Rasse Gelenkprobleme, vor allem in der Hüfte und im Ellenbogen-Bereich auf. Auch andere orthopädische Erkrankungen wie Kreuzbandruptur, dilatative Kardiomyopathie und Knochenkrebs kommen bei der Rasse häufig vor.

Ein verantwortungsbewusster Züchter, eine entsprechende Haltung und Pflege und eine artgerechte Ernährung können das Risiko dieser Erkrankungen verringern, wenn auch nicht ganz ausschließen.

Der Züchter kann Dir Tipps zur Haltung, Pflege und Erziehung sowie einen Plan für die Fütterung des Welpen geben, an den Du Dich auf jeden Fall halten solltest. Jede Futterumstellung kann zu Verdauungsproblemen führen, daher solltest Du eine mögliche Futterumstellung sehr langsam angehen. Regelmäßige Besuche beim Tierarzt und die Vervollständigung der Grundimmunisierung sind unerlässlich.

Fazit

Der Neufundländer ist ein imponierender Hund mit einem lange zurückreichenden Hintergrund. Er ist sehr gelassen, ausgeglichen und liebenswürdig. Obwohl er ein großer und kräftiger Hund ist, ist sein Umgang mit Kindern sehr rücksichtsvoll und tolerant. Die Rasse wird oft als Rettungshund im Wasser eingesetzt. Er liebt es zu schwimmen und sich im Wasser sportlich zu betätigen. Auch Hundesportarten wie Dogdancing oder Obedience sind für diese intelligente Rasse gut geeignet. Wenn diese Hunde richtig erzogen sind, sind sie sanftmütige und abenteuerlustige Begleiter für seine Besitzer.


Die häufigsten Fragen zu Neufundländer Welpen:

Wie ist der Preis für einen Neufundländer Welpen?

Der Preis für einen Neufundländer Welpen liegt zwischen 1400 und 2000 Euro.

Wie ist das Wesen eines Neufundländers?

Der Neufundländer ist eine sehr große und kräftige Rasse, liebt es aber sehr zu schmusen. Er liebt das Wasser und ist stets gut gelaunt und freundlich.

Wie groß ist ein Neufundländer?

Bei ausgewachsenen Rüden liegt die Schulterhöhe durchschnittlich bei 71 cm, erwachsene Hündinnen sind mit 66 cm nicht ganz so groß. Ihr Körper ist etwas länger und wirkt deshalb weniger kräftig.

Ist ein Neufundländer Welpe gut zu erziehen?

Aufgrund seiner gewaltigen Kraft und Größe ist eine gute Erziehung bei dieser Rasse unabdingbar. Die Hunde sind intelligent und verstehen schnell, was von ihnen erwartet wird. Allerdings verweigern sie den Gehorsam, wenn dieser auf strenge Weise verlangt wird. Daher ist Obedience Training sehr gut für diese Rasse geeignet, denn bei diesem Training bilden Gehorsam und Teamarbeit die Basis. Der Hund wird geistig und körperlich ausgelastet.

Wie ist das Gewicht eines Neufundländer?

Hündinnen wiegen durchschnittlich rund 54 kg, Rüden hingegen 68 kg.

Braucht ein Neufundländer viel Auslauf?

Die Rasse benötigt sehr viel Bewegung im Freien. Sie lässt sich für jede Art von Beschäftigung und Spiel begeistern. Seine Lieblingsbeschäftigung ist das Schwimmen und im Wasser herumtoben. Auch das Abspritzen mit einem Gartenschlauch macht diesen Hund glücklich.