Weiße Pekingese Welpen sitzen im Herbstlaub

Pekingese Welpen


Der Pekingese ist ein kleiner, sympathischer Hund, der vor allem für die Stadtwohnung sehr geeignet ist. Er hat eine anhängliche, verspielte Art, zu seinem Besitzer baut er schnell eine enge Bindung auf. Im Allgemeinen ist sein Bewegungsdrang sehr gering, wodurch er nur wenig Auslauf benötigt. Langen Spaziergängen ist er nicht gewachsen, zu viele Menschen oder übermäßiger Lärm wird ihm schnell zur Last. Er kann aufbrausend und dickköpfig sein, ist aber sehr intelligent und lernt sehr schnell.

Steckbrief: Pekingese

Ursprungsland: China
FCI-Gruppe: 9 - Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 8: Japanische Spaniel und Pekingesen
Größe (Widerristhöhe): 15 - 25 cm
Gewicht: 4 - 6 kg
Alter: ca. 12 - 15 Jahre
Verwendung: kein Gebrauchshund, nur zum Liebhaben
Für Wohnung geeignet: Ja
Fellpflege: aufwändig
Lässt sich einfach erziehen: Ja
Kommt gut mit anderen Hunden zurecht: Ja
Braucht viel körperliche Betätigung: Nein
Als Wachhund geeignet: Nein

Pekingese Welpen kaufen – der Preis

Wer einen Pekingese Welpen kaufen möchte, sollte sich bei verschiedenen Züchtern genau umsehen und Infos über die Herkunft der Elterntiere einholen. Züchter, die einem Zuchtverein angehören, unterstehen strengen Richtlinien. Der höchste Stellenwert wird auf die Gesundheit und den Tierschutz gelegt. So kannst du sicher sein, das du einen gesunden Welpen erhältst, der aus einer kontrollierten Zucht stammt. Der Preis eines Pekingese Welpen beläuft sich im Schnitt auf 1000 € bis 1500 €. Weitere Kosten entstehen für die Grundausstattung deines neuen Hundes wie beispielsweise Hundekörbchen, Hundeleine, Spielzeug und ein Fressnapf.

Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:

  • Welpenfutter (am besten den Züchter fragen, welches Futter der Hund gewöhnt ist)
  • Snacks
  • Bett und Hundedecken
  • Leine und Halsband oder ein Geschirr
  • Futter- und Wassernapf
  • Spielzeug
  • eine Transportbox für den Tierarzt
  • Notfallapotheke
  • Bürste

Pekingese Welpen – Herkunft und Geschichte

Der Pekingese stammt aus China und war früher ausnahmslos als Palasthund dem Kaiserhaus vorbehalten. Früher wurde der Pekingese wegen seiner auffälligen Mähne auch als Löwenhund bezeichnet. Nur der Hof war berechtigt diese sehr alte chinesische Hunderasse zu züchten.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam der Pekingese nach Europa und wurde in der adeligen Gesellschaft schnell beliebt. Die Chinesen verhinderten bis dahin die Einfuhr, aber nach dem Peking Feldzug um 1860 kam der kleine Pekingese schließlich nach Großbritannien. Ein erstes Exemplar erhielt Queen Victoria als Geschenk. Die ersten Pekingesen kamen 1900 nach Deutschland.

Wesen und Charakterzüge

Der Pekingese ist seinem Wesen und seinem Charakter entsprechend ein stolzer Hund, kann aber manchmal etwas dickköpfig sein. Er hat ein sehr selbstbewusstes Wesen und eine ausgeprägte Persönlichkeit. Zu seinem Besitzer baut er schnell eine enge Bindung auf, als Bezugsperson konzentriert er sich meistens auf eine einzelne Person. Gegenüber Fremden verhält er sich eher scheu und distanziert.

Der Pekingese ist ein anhänglicher und verschmuster Hund, fordert aber viel Aufmerksamkeit. Seine liebevolle und verspielte Art macht diesen kleinen Gesellschaftshund so sympathisch. Bei seiner geringen Größe erweist er sich als äußerst mutig und zeigt auch bei größeren Artgenossen keine Angst. Er ist ein äußerst wachsamer Hund, der durch sofortiges Bellen auf kommende Personen aufmerksam macht.

Diese Hundeart ist für die Stadtwohnung gut geeignet. Er ist von Natur aus sehr ruhig, deshalb ist er für Alleinstehende oder Rentner, die viel Zeit für ihn haben, ein geeigneter Gefährte. Er ist aber auch als Familienhund mit Kindern geeignet. Du solltest aber bedenken, dass er kein Hund zum Herumtoben ist. Wenn er sich jedoch an Kinder gewöhnt hat, kommt er in der Regel gut mit ihnen aus.

Pekingese Welpen – die Erziehung

Damit die kleinen Pekingesen Welpen das Familienleben nicht völlig auf den Kopf stellen, sollte mit der Erziehung so früh wie möglich begonnen werden. Die kleinen Hunde sind wissbegierig und sehr intelligent, was sich spielerisch nutzen lässt. Die Grundlage für ein stressfreies Zusammenleben ist eine liebevolle, aber konsequente Erziehung. Von Anfang an muss der Hund lernen, was er darf und was nicht und welche Position er in der Familie einnimmt, was sich positiv auf seine Entwicklung auswirkt. Für ihr seelisches Wohlbefinden brauchen die kleinen Pekingesen Welpen exakte Regeln und eine klare Struktur.

Der Besuch einer Hundeschule ist empfehlenswert, um seinen neuen Welpen besser kennenzulernen und verstehen zu können. Um das Verhalten deines Hundes besser deuten zu können, ist die Welpenschule eine große Hilfe. Die wichtigste Phase der Entwicklung deines Welpen wird in der achten bis sechzehnten Woche erreicht. Der Kontakt zu anderen Welpen ist in dieser Lebensphase sehr wichtig. So lernen die Welpen den Unterschied zu anderen Hunderassen kennen und entwickeln untereinander ein gutes Sozialverhalten. In der Welpenschule wird dir von erfahrenen Hundetrainern gezeigt, wie du deinen Hund spielerisch erziehen kannst. Dabei lernt der Welpe die wichtigsten Grundkommandos und es wird dir gezeigt, wie du deinen Welpen artgerecht beschäftigen kannst.

Pekingese – Erscheinungsbild und Aussehen

Weißer Pekingese Welpe sitzt auf rotem Holz
Irgendwo versteckt im Fell sitzt hier ein kleiner Pekingese Welpe.

Der Hund ist länglich, etwas untersetzt, hat einen schweren Knochenbau und einen stämmigen Körper. Sein Kopf ist groß und relativ breit. Sein Fang ist kurz und breit, sein Unterkiefer ist kräftig. Die Maske von Nase, Lefzen und Lidrändern ist dunkel. Er hat Fell bedeckte anliegende Ohren, dunkel hervorstehende glänzende Augen und eine flache Nase.

Der Pekingese verfügt über ein fülliges, dichtes, langes und seidiges Fell, mit dicker weicher Unterwolle. Seine Rute ist hoch angesetzt und fest über dem Rücken zu einer Seite hin gebogen. Pekingesen erreichen eine Größe von 15 bis 25 cm. Ihr Gewicht beträgt zwischen drei und fünf Kilogramm. Der Pekingese ist in allen Farben und Schattierungen erhältlich.

Pekingese – Auslauf und Pflege

Auslauf

Der Pekingese ist im Alltag ein guter Begleiter, der aber eher ein ruhiges Bewegungsbedürfnis bevorzugt. Dennoch braucht der Hund genügend Auslauf, um zu toben und seinem Bewegungsdrang nachzukommen. Übermäßige Bewegung wird ihm aber schnell zur Last, deshalb sollte er niemals gehetzt werden. Ein Pekingese überhitzt durch sein massives Fell schnell, deshalb muss er vor großer Hitze geschützt werden. Da der Hund viel Unterwolle besitzt, benötigt er ein Carding. Dabei wird die lose Unterwolle ausgedünnt, wodurch die Haut gut belüftet wird. Der Hund schwitzt nicht mehr so stark, da keine Stauhitze mehr im Fell entsteht. Das Carding sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Pflege

Die Pflege des Pekingesen ist sehr aufwändig, deshalb solltest du regelmäßig Zeit dafür einplanen. Täglich muss der Hund gebürstet werden, um starken Verfilzungen vorzubeugen. Der Fellwechsel erfolgt zweimal im Jahr, für 6 bis 8 Wochen. In dieser Zeit bedarf die Pflege besondere Aufmerksamkeit. Das üppige, dichte Haarkleid muss in dieser Zeit täglich intensiv gegen die Wuchsrichtung der Haare gebürstet werden, damit auch die Unterwolle erreicht wird. Nach jedem Auslauf sollte das Fell nach Zweigen, Blättern oder anderen Verunreinigungen untersucht werden, die sich im Fell angesammelt haben könnten.

Die Krallenlänge sollte mindestens einmal im Monat bei älteren Hunden auch häufiger kontrolliert werden. Da der Pekingese zu der ruhigen Hunderasse gehört und recht leicht ist, laufen sich einige Hunde ihre Krallen nicht genügend ab. Um deinem treuen Begleiter schmerzhafte Verletzungen zu ersparen, solltest du bei Bedarf die Krallen mit einer Krallenschere schneiden.

Die Hängeohren sollten auch einmal täglich untersucht und gegebenenfalls mit einem speziellen Ohrenreiniger für Hunde gereinigt werden. Wird diese Kontrolle vernachlässigt, können sich Entzündungen in der feuchtwarmen Ohrmuschel bilden.

Bei Bedarf solltest du die Augen deines Hundes reinigen, da sie sehr empfindlich sind und sich schnell entzünden können.

Die richtige Zahnpflege ist bei deinem Welpen von großer Wichtigkeit. Den jungen Hund an das Zähneputzen zu gewöhnen, gestaltet sich in den meisten Fällen recht unkompliziert. Bei älteren Hunden wird es schon schwieriger, für diesen Fall stehen dir aber einige Alternativen zur Verfügung. Um das Hundegebiss zu reinigen, sind spezielle Hundezahnbürsten im Handel erhältlich. Bei der Reinigung darf nur Zahnpasta für Hunde verwendet werden. Der leckere Fleischgeschmack in der Zahnpasta erleichtert es den Hund sich an das Putzen zu gewöhnen. Das Gebiss solltest du mindestens zweimal in der Woche putzen. Ist die Reinigung durch das Putzen nicht möglich, können spezielle Kausticks zur Zahnreinigung beitragen.

Ernährung

In der Ernährung ist der Pekingese recht unkompliziert, da er nicht zu Allergien tendiert. Die Auswahl an hochqualitativen Futter ist sehr wichtig. Der Hund sollte regelmäßig ein bis zweimal am Tag gefüttert werden. Speziell hochwertige Futtermischungen, die fertig angeboten werden, sind für den Hund gut geeignet. Du solltest ihn regelmäßig mit Trockenfutter füttern, da er dazu neigt, Zahnstein anzusetzen, denn durch die festen Stücke wird der Zahnstein gelöst. Kartoffeln, Reis und Gemüse bilden eine gesunde Ergänzung zum Trockenfutter und sollten deshalb auch regelmäßig auf seinem Speiseplan stehen. Dein süßer Vierbeiner darf nicht überfüttert werden, so solltest du bei den Hundemahlzeiten auf die richtige Menge achten und Leckerlis von den Mahlzeiten abziehen.

Pekingese Welpen – typische Erkrankungen

Der Pekingese neigt durch seinen Wuchs zur Dackellähme. Diese Krankheit entsteht durch Überanstrengung der Bandscheiben durch die lang gestreckte Wirbelsäule. Diese Krankheit muss tierärztlich behandelt werden, da der Hund an enormen Rückenschmerzen leidet. Du solltest darauf achten, das sich dein Hund beim Spielen und Laufen nicht überanstrengt.

Die Patellaluxation ist die häufigste Kniegelenkerkrankung, die meistens kleine Hunderassen befällt. Sie kann durch eine angeborenen Veranlagung entstehen oder durch einen Bewegungsunfall verursacht werden.

Bei dem Pekingesen sind die Augen sehr empfindlich und können sich schnell entzünden. Auch leiden die Hunde oftmals unter Atemnot. Wegen seines langen Felles werden Hautprobleme und Parasiten teilweise erst spät erkannt. Sehr häufig treten Erkrankungen der Nase wie Nasennebenhöhlenentzündungen oder allergischer Schnupfen auf, wodurch die Nasenatmung behindert wird.

Wenn dein Hund einige typische Erkrankungen aufweist, kannst du Infos über eine Hundekrankenversicherung einholen, um dich vor möglichen Kosten abzusichern. Wichtig sind auch die Impfungen deines neuen Welpen. Die Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Leptospirose wird in der achten Woche vorgenommen und wird meistens vom Züchter übernommen. In der 12. und 15. Woche werden diese Impfungen noch einmal wiederholt. Zusätzlich solltest du deinen Hund in der zwölften Woche gegen Tollwut impfen lassen. Dadurch stellst du sicher, dass dein neuer Freund gegen diese Krankheiten geschützt ist und genügend Antikörper gebildet hat.

Fazit

Der Pekingese ist ein stolzer, selbstbewusster Hund mit einer ausgeprägten Persönlichkeit. Er ist sehr anhänglich und verschmust, fordert aber von seinem Besitzer viel Aufmerksamkeit. Seine liebevolle, verspielte Art macht ihn so sympathisch. Da er ein sehr ruhiger Hund ist und nicht viel Auslauf benötigt, ist er für Alleinstehende und Rentner ein idealer Begleiter.

Als Familienhund ist er bedingt geeignet, da er viel Ruhe benötigt. Wenn er sich aber an Kinder gewöhnt hat, kommt er mit ihnen gut zurecht. Von Anfang an ist eine liebevolle, geduldige, aber konsequente Erziehung des kleinen Pekingese sehr wichtig. Für seine Pflege sollte man täglich Zeit einplanen, da sie ziemlich aufwendig ist. In der Ernährung ist er sehr unkompliziert, da er nicht zu Allergien neigt. Der Pekingese ist ein ruhiger, lieber Hund und ein toller Begleiter.


Die häufigsten Fragen zu Pekingese Welpen:

Wie ist der Preis für einen Pekingese Welpen?

Für einen Pekingesen Welpen bezahltst du im Schnitt 1000€ bis 1500€.

Wie ist das Wesen eines Pekingeses?

Er ist ein stolzer aber manchmal dickköpfiger Hund, ist selbstbewusst mit einer ausgeprägten Persönlichkeit. Fordert viel Aufmerksamkeit, ist aber sehr anhänglich und verschmust.

Wie groß ist ein Pekingese?

Er erreicht eine Größe von ca. 15 - 25 cm.

Ist ein Pekingese Welpe gut zu erziehen?

Der kleine Pekingese ist sehr wissbegierig und intelligent, benötigt aber eine liebevolle, konsequente Erziehung.

Wie ist das Gewicht eines Pekingese?

Er wiegt ca. 4 - 6 kg, wenn er nicht überfüttert wird.

Braucht ein Pekingese viel Auslauf?

Er benötigt nur wenig Auslauf, zu lange Sparziegänge ist er nicht gewachsen.