Der Hundezwinger ist ein Reizthema bei den Hundeliebhabern. Die Fronten bei den Befürwortern und den Gegner sind teilweise verhärtet. Dabei ist eine gute Zwingerhaltung kein Gefängnis für den Vierbeiner. Folgende Informationen werden Dir helfen, Dir eine eigene unvoreingenommene Meinung zum Thema Hundezwinger zu bilden.

Was ist ein Hundezwinger und wofür werden sie genutzt?

Ein Hundezwinger ist ein Schutzbereich für den Hund. Diese Konstruktion steht im Freien. Die einfache Ausführung dient für einen kurzen Aufenthalt. Ein guter Hundezwinger schützt den Hund gegen Wind und Wetter zu allen Jahreszeiten. Die Mindestanforderungen werden durch gesetzliche Vorschriften bestimmt. Der § 6 „Anforderungen an die Zwingerhaltung“ ist für jeden Hundehalter, also auch den Zwinger-Betreiber gültig. Diese Tierschutzverordnung ist zwingend einzuhalten. Die Nutzung ist für Privatleute, Züchter, Hundepensionen und Arbeitshunde (Polizei, Sicherheitsdienst, Militär) möglich. Vor allem für größere und robuste Hunderassen ist diese Alternative geeignet.

Verschiedene Arten von Hundezwinger

Die Hundezwinger für Hunde gibt es in verschiedenen Ausführungen. Dabei ist es wichtig wie lange, wie häufig und zu welchen Jahreszeiten der Zwinger benötigt wird.
– Zwinger mit Maschendrahtzaun (zusätzlich mit separater Hundehütte möglich)
– Zwinger aus Holz mit oder ohne Holzboden, Dach und rostfreien Metallstäben
– Zwinger mit zusätzlichem Auslauf mit Maschendrahtzaun

Pro und Contra von Hundezwinger

Für den Hund ist ein Zwinger sein eigener Bereich. Mit Schlafplatz, Kuschelecke und Spielzeug ist es kein Abschieben des Hundes. Der soziale Kontakt mit anderen Hunden und „seinen“ Menschen ist immer gewährleistet. Ausreichend Beschäftigung (Gassigehen, Spielen, Hundesport) und der Aufenthalt in der Wohnung oder im Haus gehört trotzdem zum Hundeleben. Eine Hundezwingerhaltung bedeutet nicht 24 Stunden abgeschottet von der Umwelt zu sein. Es ist ein sicherer Aufenthalt für die Nächte oder als Ruheort für ein paar Stunden. Der Hundezwinger ist ein alternativer Aufenthaltsort bei Abwesenheit des Besitzers. Dadurch umgehst Du das stundenlange Einsperren in Wohnung oder Haus.

Zu den Contras: Leider ist die schlechte Meinung über eine Hundezwingerhaltung begründet. Das liegt an einem bestimmten Typ von Hundehaltern. Solche „Hundeliebhaber“ sperren die Hunde 24 Stunden ohne soziale Kontakte ein. Sie bekommen Wasser und Futter und werden nur zu bestimmten Zeiten für die Arbeit herausgeholt. Meistens wird sich auch nicht an die gesetzlichen Vorschriften bezüglich der Mindestgrößen gehalten. Am besten man schaut sich verschiedene Zwingerarten vorher selbst an.

Welpen im Zwinger halten – ja oder nein?

Diese Frage kann man nicht eindeutig beantworten. Wenn Du ein größeres Hunderudel hast, kannst Du die Mutter mit ihren Jungen schützen. Die kleine Familie wird nachts durch andere Rüden oder Hündinnen nicht belästigt. Aber andererseits muss der Kontakt zum Menschen, zur Umgebung und zu den Artgenossen sichergestellt sein. Auch hier ist wieder der Hundehalter gefragt. Wenn Du Deine Hündin mit dem Nachwuchs ohne Verletzungsrisiko im Haus halten kannst, muss es kein Zwinger sein.

Unser Fazit

Die Haltung von Hunden im Hundezwinger ist durchaus eine sinnvolle Variante. Dabei muss der verantwortungsbewusste Hundehalter allerdings einiges beachten. Die Tierschutzvorschriften für die ausreichende Größe sind wichtig. Die Ausstattung des Zwingers und wie oft und wie lange wird er genutzt. Hast Du die richtige Hunderasse für eine solche Haltung? Bei Beachtung all dieser Punkte ist die Zwingerhaltung keine Tierquälerei. Wenn Du also die Möglichkeit dazu hast – unsere Empfehlung ist der persönliche Besuch vor Ort um ein Gefühl dafür zu bekommen.